Manifest

Das Konzertprogramm Neue Musik in St. Ruprecht versucht, der Schlichtheit des Kirchenraumes zu entsprechen. Jeden ersten Sonntag im Monat (außer Jänner und August) findet ein Konzert statt.

Die älteste Kirche Wiens als Stätte für neue Musik: Der im Zentrum gelegene Sakralbau mit seiner Atmosphäre von Stille und Kontemplation soll ein neuer Ort für die Präsentation von “peripheren” Musiken österreichischer und internationaler Provenienz sein: radikal und vielfältig, unspektakulär und konsequent.

In diesem (heiligen) Raum mit seiner wunderbaren und aussergewöhnlichen Akustik, in dem man einfach sein und den Klängen nachhorchen kann, entsteht vielleicht für Momente so etwas wie eine Atmosphäre der Entschleunigung, Poesie: “Musik”, wie es Lévi-Strauss sagt, “als Apparat zur Beseitigung der Zeit.”

Durch die intime Größe des Raumes hat das Publikum engen Kontakt zu den Musikern und Musikerinnen, atmet mit – und lauscht, auf ungemütlichen Kirchenbänken sitzend, “unbequemen” Kompositionen, Improvisationen und neuen Klangwelten.

(Burkhard Stangl)
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The concert cycle “Neue Musik in St. Ruprecht” aims to match the simplicity of the church’s interior. Excepting January and August, a concert takes place on the first Sunday of every month.

The oldest church of Vienna serves as a backdrop for new music: The sacral building in the centre of Vienna with its atmosphere of calm and contemplation provides new space for presenting “peripheral” music of Austrian and international provenance, radical and diverse, unspectacular and consistent.

Out of this (sacred) space, with its wonderful and unusual acoustics, which let you just be and listen for sounds, there emerges momentarily an atmosphere of deceleration, maybe; poetry: “Music”, as Levi-Strauss said, “as a mechanism to abolish time”.

Due to the intimate dimensions of the site, the audience remains in close contact with the musicians throughout, breathes the same air – and, sitting on uncomfortable church benches, listens carefully to “odd” compositions, improvisations and new soundscapes.

(Burkhard Stangl, translation by Lea Rennert)